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Nach Jahren wieder Familienzuwachs bei den Erdmännchen im ZooParc Overloon
Besucher des ZooParc Overloon können einen besonderen Neuzugang bewundern: Es wurden vier Erdmännchen geboren. Die Jungtiere kamen vor einigen Wochen im unterirdischen Gangsystem ihres Geheges zur Welt und zeigten sich am Mittwoch, dem 24. September, zum ersten Mal im Freien.
„Es ist schon Jahre her, dass wir im ZooParc Erdmännchenjunge begrüßen durften. Wir freuen uns daher riesig über diese Geburt“, erzählt Max Kronier, Leiter der Tierpflege. Die Tierpfleger hatten bereits vermutet, dass etwas im Gange war, da das Weibchen in den vergangenen Wochen etwas mehr Zeit unter der Erde verbrachte. Sie lebte dort zusammen mit einem Männchen, dem Vater der Jungtiere.
Nun, da die Jungtiere aus dem Bau gekrabbelt sind, werden sie Schritt für Schritt ihre Umgebung erkunden. Allerdings werden sie sich auch weiterhin regelmäßig unter der Erde aufhalten. Die vier Jungtiere trinken noch bei der Mutter, und das Geschlecht ist noch nicht bekannt. Kronier: „Wir lassen sie in der ersten Zeit so weit wie möglich in Ruhe, damit sie das Gehege in aller Ruhe erkunden können. In einiger Zeit können wir das Geschlecht feststellen.“
Schutz unter der Erde
Erdmännchen kommen nach einer Tragzeit von etwa zweieinhalb Monaten blind, taub und kahl zur Welt. Deshalb verbringen sie die ersten Wochen in einem sicheren Bau, tief unter der Erde. Diese Gangsysteme können bis zu drei Meter tief sein und bestehen aus unzähligen Kammern und Ausgängen. Das unterirdische Bauwerk schützt die Tiere vor Raubtieren und extremen Temperaturen.
In freier Wildbahn leben Erdmännchen in den halbtrockenen Gebieten des südlichen Afrikas, darunter Simbabwe, Botswana und Mosambik. Dort spielen sie eine wichtige Rolle in ihren sozialen Gruppen, in denen sie sich gegenseitig beschützen und gemeinsam nach Nahrung suchen.
Bilder: ZooParc & Annoek Verbeek-Peters