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Erste Geburt in Madidi: ZooParc begrüßt Riesenameisenbär
Der ZooParc Overloon feiert die erste Geburt in der neuen Südamerika-Abteilung Madidi. Am vergangenen Freitag, dem 10. September, konnte der Zoo hier einen Riesenameisenbären begrüßen. Der ZooParc ist der einzige Ort in den Niederlanden, an dem ein Jungtier dieser in der Natur als "gefährdet" eingestuften Art zu sehen ist - denn in den letzten 12 Monaten wurde kein anderer Riesenameisenbär in einem niederländischen Park geboren.
Das Jungtier krabbelte unmittelbar nach der Geburt auf den Rücken von Mutter Tousle und wird dort die nächsten Monate bleiben. Es ist daher noch nicht klar, ob es ein Männchen oder ein Weibchen ist. "Der Streifen auf dem Rücken des Jungtiers fügt sich nahtlos in das Muster der Mutter ein", erklärt der leitende Tierpfleger Steven van den Heuvel. "Dadurch können Raubtiere nicht sehen, dass es ein Junges gibt."
ProtokollierungRiesenameisenbären sind in Südamerika beheimatet. Ihre Zahl nimmt hier aufgrund der massiven Abholzung der Regenwälder rapide ab. Um das gefällte Holz abzutransportieren, werden in großem Umfang Straßen durch die Lebensräume der Riesenameisenbären gebaut. Viele dieser Tiere werden von Transportfahrzeugen angefahren, die diese Straßen benutzen.
Um die Art zu erhalten und eine gesunde Population in den Zoos zu gewährleisten, nimmt der ZooParc am europäischen Managementprogramm teil, das auch als Zuchtprogramm bekannt ist. Das Neugeborene ist das dritte Jungtier, das im ZooParc im Rahmen dieses Programms geboren wurde. Die großen Brüder sind inzwischen in andere europäische Zoos umgezogen, wo sie ihrerseits zum Überleben der Art beitragen.
MadidiIm Park in Overloon sind die Riesenameisenbären vor kurzem in die brandneue Expeditionsabteilung Madidi umgezogen, wo mehrere Tiere aus Südamerika zu sehen sind. Auch eine andere Ameisenbärenart, der Tamandua, ist seit kurzem hier zu finden.
Riesenameisenbären sind Einzelgänger, das heißt, sie leben am liebsten allein. Deshalb gibt es im ZooParc zwei getrennte Gehege. Das Jungtier lebt bei seiner Mutter, bis es alt genug ist, um auf eigenen Beinen zu stehen. Der Vater mischt sich nicht in die Aufzucht ein.
Lange ZungeRiesige Ameisenbären haben keine Zähne. Sie schlürfen ihre Nahrung mit ihrer langen Zunge. Auf der Zunge befindet sich eine klebrige Speichelschicht. Daran haften Termiten und Larven gut. Mit ihren scharfen Krallen bohren die Ameisenbären ein Loch in einen Termitenhügel und stecken dann ihre Zunge hinein. Die Zunge wandert bis zu 150 Mal pro Minute in den Mund hinein und wieder heraus.