Doppelte Geburtsnachricht: Zwei rote Pandas wurden geboren

Tolle Neuigkeiten! Anfang Juli wurden zwei rote Pandas geboren. Ein besonderes Ereignis, denn rote Pandas sind nur einmal im Jahr fruchtbar, was die Wahrscheinlichkeit, Nachkommen zu bekommen, sehr stark einschränkt. Die Geburt der beiden Jungen ist wichtig für den Erhalt der Tierart. Der rote Panda steht nämlich auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten der IUCN.

Mutter und Jungtiere sind wohlauf. Sie halten sich gemeinsam mit ihrer Mutter in einem der Fässer im Gehege auf. Max Kronier, Leiter der Tierpflege im ZooParc Overloon: „In der ersten Zeit sind die Jungtiere sehr empfindlich, deshalb lassen wir sie völlig in Ruhe. Aber bisher sieht alles gut aus.“

Die Besucher müssen sich noch etwas gedulden, bevor sie die Jungen bewundern können, denn rote Pandas bleiben in den ersten Monaten im Nest. Daher ist auch das Geschlecht noch nicht bekannt.

Schutzprogramm
In freier Wildbahn nimmt die Zahl der Tiere aufgrund der Abholzung rapide ab, wodurch ihr Lebensraum und ihre Nahrungsquellen verschwinden. Zudem werden rote Pandas wegen ihres Fells gejagt. Um eine gesunde Reservepopulation dieser Tiere in europäischen Zoos zu gewährleisten, gibt es ein Managementprogramm.

Der rote Panda kommt in freier Wildbahn im Osten des Himalaya-Gebirges und im Südwesten Chinas vor, wo er in Bergwäldern mit fließenden Flüssen lebt. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Bambus, aber auch aus Früchten und Blüten.

Schutz in freier Wildbahn
Der ZooParc engagiert sich zudem für den Schutz der Roten Pandas in freier Wildbahn über die Stiftung „Stichting Wildlife“, mit der der Park verbunden ist. Eines der unterstützten Projekte ist das „Red Panda Network“, das sich für den Erhalt der Roten Pandas und ihres Lebensraums im Himalaya einsetzt. Es arbeitet mit der lokalen Bevölkerung zusammen und bildet sogenannte „Forest Guardians“ aus: Einheimische, die ein Netzwerk bilden, um den Lebensraum des Roten Pandas aktiv zu zu schützen.