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Der ZooParc Overloon eröffnet den lang erwarteten neuen Expeditionsbereich
Der ZooParc Overloon eröffnet heute den lang erwarteten Expeditionsbereich „Ngyuwe“. Letzte Woche erhielten Dauerkarteninhaber bereits einen exklusiven Einblick in diesen Bereich. In diesem Sommer können Besucher in diesem neuen Teil des Parks, der ganz im Zeichen des tropischen Afrikas steht, auf Entdeckungsreise gehen.
Der neue Expeditionsbereich Ngyuwe erstreckt sich über fast zwei Hektar und beherbergt nicht weniger als neunzehn Tierarten, darunter das seltene Okapi. Diese vom Aussterben bedrohte Tierart ist nur in drei niederländischen Zoos zu sehen. Darüber hinaus begeben sich die Besucher auf eine Reise zu Tierarten wie dem Zwergflusspferd, dem Pinselschwein, dem Gelbrücken-Taucher und dem afrikanischen Pinselschwanz-Stachelschwein. Die vom Aussterben bedrohte Affenart Dril wird nach dem Sommer in diesem Bereich eintreffen.
„Endlich ist es soweit und wir können Ngyuwe allen präsentieren“, sagt Geschäftsführer Roel Huibers. „Ngyuwe ist eine wertvolle Bereicherung für den Park und passt perfekt zu unserer Zukunftsvision, bei der wir zunehmend auf Erlebnis, Bildung und Naturschutz setzen.“
In dem neuen Bereich befinden sich verschiedene überdachte Standorte, an denen Besucher die Tiere unabhängig von den Wetterbedingungen beobachten können. Von einem nachgebauten afrikanischen Bootshaus bis hin zu verschiedenen Innengehegen, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
Internationale Zusammenarbeit und Artenschutz
Die Tiere in Ngyuwe stammen aus verschiedenen europäischen Zoos. So kamen unter anderem ein Okapi aus dem Zoo Antwerpen, ein Gelbrücken-Taucher aus Frankfurt und ein Zwergnilpferd aus Schweden hierher. Diese Umsiedlungen sind Teil des Europäischen Erhaltungsprogramms (EEP), dessen Ziel es ist, gesunde, genetisch vielfältige Populationen bedrohter Tierarten in Zoos zu erhalten. Durch diese Zusammenarbeit tragen die teilnehmenden Zoos zum Fortbestand gefährdeter Arten bei.
ZooParc engagiert sich zudem über die Stiftung „Stichting Wildlife“ für den Naturschutz, wobei in diesem Jahr das tropische Afrika im Mittelpunkt steht. Es werden Spenden unter anderem für das „Okapi Conservation Project“ gesammelt, das sich für den Lebensraum des Okapis in freier Wildbahn einsetzt. Auch Pinselschweine und Gelbrücken-Taucher profitieren von diesen Schutzmaßnahmen. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung das Projekt IBREAM, das Forschungen zu Zwergflusspferden in der Elfenbeinküste durchführt.
Expedition mit Wirkung
Bildung spielt in Ngyuwe eine wichtige Rolle. In einem nachgebauten afrikanischen Dorf erfahren Besucher mehr über Buschfleisch und Bedrohungen für Naturschutzgebiete im tropischen Afrika. Zudem erhalten sie Tipps, wie sie selbst zum Naturschutz beitragen können.
Zoologischer Leiter Steven van den Heuvel: „Wir sind stolz auf das, was wir hier geschaffen haben: ein einzigartiges und lehrreiches Expeditionsgebiet, in dem Naturschutz und Erlebnis Hand in Hand gehen. Dank der Zusammenarbeit mit anderen europäischen Zoos und den internationalen Managementprogrammen können wir bedrohte Tierarten unterstützen und einen wertvollen Beitrag zu ihrer Zukunft leisten. Mit Ngyuwe bringen wir unseren Besuchern diese besonderen und oft gefährdeten Tiere aus dem tropischen Afrika näher.“